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Damenturnier in Luzern

Strebel, Delia 18.06.2017

Nach dem zermürbenden Kampf in der Hitze beim letzten Turnier in Bern reisten wir am 18. Juni bei fast ebenso heissen Temperaturen nach  Luzern – diesmal jedoch ohne jegliche Auswechselspieler. Dennoch wollten wir unser Bestes geben und hatten im ersten Match gegen Rotweiss ganz klar ein Ziel: Der Sieg. Leider kam es nicht dazu, und das hatten wir weder den Temperaturen, noch den mangelnden Auswechselspielerinnen zuzuschreiben. Wir liessen uns schlichtweg überrumpeln, waren unkonzentriert und lahm und liessen uns das Spiel der RWW-Spielerinnen aufzwingen. Dies hatte zur Folge, dass sich die Fehlpässe unsererseits und die Tore ihrerseits häuften. Trotz pushender Worte in der Halbzeitpause konnten wir das Spiel nicht wenden und verloren mit 0:4.

 

Diese Niederlage bedeutete, dass wir uns unseren sicheren dritten Tabellenplatz hatten entgehen lassen und nun im nächsten Spiel mit den Luganesinnen darum kämpfen mussten. Konkret hiess das: Wir mussten gewinnen oder unentschieden spielen, um auf dem definitiven dritten Schlussrang zu bleiben. Sollten wir jedoch verlieren, würden wir auf den vierten Platz rutschen und müssten noch ein drittes Spiel gegen Bern absolvieren, um die Ränge vier und fünf untereinander zu entscheiden. Dies wollten wir um jeden Preis verhindern.

 

Als Lugano jedoch den Platz betrat, mussten wir schlucken. Nicht nur war es ihr erstes Spiel (und sie somit noch fit und munter) – sie waren auch noch mit fünf Auswechselspielerinnen angereist. Während wir noch ausgelaugt waren vom Spiel, das wir soeben verloren hatten, und auch die nächsten 2 x 20 Minuten durchspielen mussten, hatten sie den Luxus, praktisch die gesamte Mannschaft auswechseln zu können.

Die Aussichten auf ein drittes Spiel an diesem Tag waren angesichts der prallen Sonne und unserer bereits erkennbaren Erschöpfung jedoch Motivation genug, um trotzdem nochmals alles zu geben. Das 0:1, das wir in den ersten fünf Minuten einstecken mussten, war ein Dämpfer, doch unser Wille, mindestens ein Unentschieden zu erkämpfen und uns von einem weiteren Spiel zu ‚erlösen‘ wurde dadurch nicht geschwächt. Und so drehten wir plötzlich auf und agierten nun aktiv. Beim Pausenpfiff stand es 3:1 für uns; die letzten zwei dieser Tore waren innerhalb von nur zwei Minuten gefallen.

Nach der Pause trat die Mannschaft aus Lugano noch einmal in die Offensive und schloss zum 3:2 auf, aber danach liessen wir uns nicht mehr aufhalten. Nici Hunziker, die bereits in der ersten Halbzeit zwei Tore erzielt hatte, wiederholte diese Leistung in der zweiten Halbzeit, was zusammen mit dem Tor, das Ciska Hooisma in der ersten Halbzeit erzielt hatte, das Schlussresultat von 5:2 für uns ergab. Erschöpft, aber überglücklich trotteten wir danach vom Feld und unter die Dusche, froh über den Sieg und den dritten Schlussrang in der 1.Liga, aber in diesem Moment vor allem auch froh über die Tatsache, dass uns ein drittes Spiel in der drückenden Hitze nun erspart blieb.

 

Delia Strebel